Unser Kind taufen lassen
Wenn Sie sich entschieden haben, Ihr Kind taufen zu lassen, melden Sie sich bei uns im Gemeindebüro an und fragen, wann ein Tauftermin frei ist.
Haben Sie den Termin gefunden, kommen ein paar Formalitäten auf Sie zu.
Ihnen wird ein Bogen zugeschickt, auf dem unterschiedlichste Daten ausgefüllt werden müssen. Ein bis zwei Wochen vor der Taufe meldet sich die Pfarrerin oder der Pfarrer zum Gespräch bei Ihnen.
Er erfragt, warum Sie Ihr Kind taufen lassen möchten und was Sie mit der Taufe verbinden.
Außerdem erläutert er die Bedeutung der Taufe.
Er fragt nach den Paten und dem Taufspruch, und weist Sie darauf hin, dass die Paten einer christlichen Gemeinschaft angehören müssen.
Schließlich spricht er mit Ihnen zusammen den Ablauf der Taufe durch.
In der Regel findet an jedem Sonntag im Monat in unseren Gottesdienststätten ein Taufgottesdienst statt. Er beginnt entweder um 9.30 Uhr oder um 11.00 Uhr. Nach dem Eingangsteil, biblischer Lesung, Liedern und Predigt schließt sich am Ende des Gottesdienstes die Taufe an. Nach der Taufe folgen Fürbitten, Vaterunser und Segen. Die Taufe selbst wird mit dem Taufevangelium eingeleitet. In ihm wird der Auftrag begründet, warum wir als Kirche taufen. Nach dem Verlesen des Taufevangeliums werden die Eltern mit dem Täufling und den Paten nach vorne zum Taufstein gebeten. Sie werden gefragt, ob sie das Kind taufen lassen wollen. Sie müssen versprechen, den Täufling im christlichen Glauben zu erziehen. Im Anschluss wird das Kind getauft. Drei Mal gießt der Pfarrer/die Pfarrerin dem Täufling Wasser über das Haupt.
Die Kindertaufe bildet den Anfang, nicht den Endpunkt den Weges mit Gott. Gott sagt uns mit der Taufe: „Ich lasse dich nicht allein! Ich begleite dich!“
Da das Kind bei der Taufe nicht selbst „Ja“ sagen kann, sind Eltern, Paten und Freunde aufgefordert, Ihrem Kind stellvertretend vorzuleben, was es heißt, Christ zu sein. Ist das Kind einmal älter, ist es wünschenswert, wenn Eltern und Paten mit ihm über Gott ins Gespräch kommen. Als Kirche helfen wir bei der christlichen Erziehung durch Kindergottesdienste, Kindergruppen und Kindergärten.
Bei spezifischen Glaubensfragen stehen Ihre Pfarrerinnen und Pfarrer zur Verfügung.
Eigentlicher Abschluss der Taufe bildet die Konfirmation. Das Kind bekennt mit der Konfirmation, dass es „Ja“ zu Gott sagt und ihn als Wegbegleiter und Freund anerkennt.
Der Konfirmierte geht jetzt seinen eigenen Weg mit Gott und trägt dazu bei, diese Welt im Sinne Gottes zu gestalten und zu verändern.
Mit der Konfirmation ist das eigentliche Patenamt beendet, obgleich viele Paten Ihre Patenkinder ein lebenlang begleiten.
Die Taufe ist Gottes „Ja“ zu uns Menschen und unser „Ja“ zu ihm. Mit der Taufe „wäscht“ Gott uns sozusagen von aller Schuld „rein“ und führt uns in ein neues Leben. Dieses neue Leben soll mit dem Überziehen des Taufkleides sichtbar gemacht werden. Wie dieses Kleid umhüllt Gottes Geist den Täufling. Als Getaufte leben wir in Verbindung mit Gott, vertrauen ihm, wissen, dass Gott uns unsere Verfehlungen vergibt, und er arbeitet mit uns an der neuen Welt, die geprägt ist von Liebe, Gerechtigkeit und Frieden.
Zurecht fragen manche Eltern: „Ein Säugling weiß doch noch gar nichts von Verfehlung und Schuld?“ Das ist richtig. Daran sieht man, dass die ersten Christen als Erwachsene getauft wurden. Von daher hat die Kirche im Blick auf die Kindertaufe den Konfirmandenunterricht eingeführt. In ihm und abschließend mit der Konfirmation bekennen die jungen Menschen, dass sie sich mit Gott verbunden fühlen und mit ihm ihr Leben gestalten.
Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.evangelisch-in-westfalen.de/glaube-gefragt/haeufige-fragen/taufe/




